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DORTMUNDER U

Zentrum für Kunst und Kreativität
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

+49 (0) 231.50-24723
info@dortmunder-u.de

 

Termine

26.11.2021, 19:30 Uhr

Eintritt frei!

 


Einlass nach 3G-Regel

Lesung: Wenn spielt der Harder Tull

Eine szenische Lesung


Lesung, Veranstaltung

Kino im U


 

Heinrich Peuckmann: Wenn spielt der Harder Tull 

Eine szenische Lesung 

Es ist eine schier unglaubliche Geschichte. Der große Fußballstar der Zwanziger Jahre Otto „Tull“ Harder (gelesen von Claus Dieter Clausnitzer), Torjäger, Kapitän der Nationalmannschaft, zweimal Deutscher Meister mit dem Hamburger SV, tritt in die SS ein und wird wichtiger Werbeträger für die Nazis. Während des Krieges wird er abkommandiert als Wachtmann ins KZ Neuengamme und steigt später zum Lagerkommandanten des Außenlagers Hannover-Ahlem auf. Im KZ sitzt sein Mannschaftkollege Asbjörn Halvorsen (gelesen von Andreas Weißert), der zum norwegischen Widerstand gegen die Nazis gehört und dem er nicht hilft.  

1953 treffen sich die beiden anlässlich eines Fußballländerspiels wieder. Halvorsen hatte die Tortur halb verhungert überlebt. Ein Gespräch entwickelt sich, das erschreckende menschliche Abgründe aufzeigt. Und in dieses Gespräch hinein, während vor den beiden das Länderspiel abläuft, montiert Peuckmann Szenen aus dem unterschiedlichen, völlig gegensätzlichen Lebenslauf der beiden. Es ist eine ebenso spannende wie erschreckende Geschichte, die da vor dem Zuschauer abläuft, die Geschichte einer brutalen Verirrung und die einer humanen, tapferen Haltung gegen Unmenschlichkeit. 

Nach dem Stück suchen Schauspieler und Autor das Gespräch mit dem Publikum. 

Mitwirkende: Claus Dieter Clausnitzer, Andreas Weißert, Michael Kamp, Harald Schwaiger und Heinrich Peuckmann  
Sounddesign: Joachim Serges, microstudio Dortmund  
Regie und Organisation: Harald Schwaiger 

 


 

Heinrich Peuckmann wohnt in Kamen. Er ist der Autor zahlreicher Romane, Erzählungen und Gedichtbände. Bekannt geworden ist seine Reihe von Ruhrgebietsromanen, die vom Ende der Nazizeit bis zur Gegenwart reicht. Seine Krimireihe um den pensionierten Kommissar Bernhard Völkel, die inzwischen auf zehn Bände angewachsen ist, ist so etwas wie Kult geworden. Kinderbücher, Hörspiele, Theaterstücke runden sein umfangreiches Werk ab. Peuckmann ist der Generalsekretär des deutschen PEN und gerade bei der diesjährigen Mitgliederversammlung Ende Oktober mit großer Mehrheit für dieses Amt wiedergewählt worden 

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