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DORTMUNDER U

Zentrum für Kunst und Kreativität
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44137 Dortmund

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Termine

01.05. – 31.05.2022

Aram Bartholl: TOP25

HMKV Video des Monats


Ausstellung

Hartware MedienKunstVerein


©Aram Bartholl, TOP25, video still, 2018.

©Aram Bartholl, "TOP25", video still, 2018.

Das HMKV Video des Monats ist online!

In der Serie HMKV Video des Monats stellt der HMKV im monatlichen Wechsel aktuelle Videoarbeiten internationaler Künstler*innen vor – ausgewählt von Inke Arns. Zu sehen auf der Webseite des HMKV hier oder vor Ort im Dortmunder U, Ebene 3. Im Mai 2022 präsentieren wir:

Aram Bartholl
Top25
Full HD Video, 2018, 5:44 Min.

TOP25 ist eine Serie von kurzen 3D-Animationen, die die 25 weltweit am häufigsten verwendeten Passwörter zeigen. Leicht zu erratende Standardpasswörter wie "123456" oder "admin" - in der Vergangenheit häufig die voreingestellten Standardpasswörter für Router und andere Geräte - stellen nach wie vor eine erhebliche Sicherheitsgefahr für Computersysteme im Allgemeinen dar. Diese Sammlung bekannter Passwörter wird in einer Art 3D-Animation präsentiert, die häufig für YouTube-Intros verwendet wird. Es ist eine gängige Praxis unter YouTuber*innen, kurze und sehr prägnante 3D-Animationen ihres Logos und ihres Namens zu verwenden, um ihre Kanäle vorzustellen, und eine ganze Szene junger YouTuber*innen tauscht und teilt die 3D-Quelldateien (Blender 3D) online, um neuen Kanalproduzenten bei der Erstellung ihrer eigenen Intros zu helfen. Obwohl die Animationen neu gemischt und verändert werden, folgt die allgemeine Ästhetik einem sehr klaren visuellen Konzept. Alle Sequenzen in diesem Video sind Originalentwürfe und -arrangements verschiedener Urheber*innen; der Text wurde so verändert, dass er zu den 25 wichtigsten Passwörtern passt.

Aktuell ist Aram Bartholl auch in der Ausstellung House of Mirrors: Künstliche Intelligenz als Phantasma im HMKV vertreten.

Aram Bartholl, *1972 in Bremen, Studium an der UdK – Universtät der Künste Berlin, 2002, lebt und arbeitet in Berlin. Aram Bartholl befragt mittels seiner skulpturalen Interventionen, Installationen sowie performativen Workshops unser gegenwärtiges Medienverhalten sowie die Öffentlichkeitsökonomien, die an soziale Netzwerke, Online-Plattformen oder digitale Verbreitungsstrategien geknüpft sind. Gesellschaftlich relevante Themen wie Überwachung, Datensicherheit oder Technikabhängigkeit stellt er zur Diskussion, in dem er die Lücken, Widersprüchlichkeiten oder Absurditäten unseres digitalen Alltags in räumliche Settings überführt. Dabei entstehen einerseits teils groteske Konfrontationen mit der eigenen Ignoranz gegenüber einem global agierenden Plattformkapitalismus, anderseits nutzt er auch die Potentiale des öffentlichen Raums, um Netzwerkaktivitäten als politische Formen der Teilhabe auf analoger Ebene neu zu verhandeln. Damit stößt Aram Bartholl mittels seiner Arbeiten einen performativen Prozess an, der es ermöglicht, das individuelle Handeln wieder innerhalb eines kollektiven und selbstbestimmten Netzwerk-Diskurses zu verstehen. Formal und konzeptuell greift er in seinen künstlerischen Arbeiten auf die Ästhetiken, Codes und Kommunikationsmuster zurück, mit denen auch User auf YouTube, Instagram oder in Videospielen agieren. Die gezielte Kontextualisierung vergegenwärtigt die Logiken des Internets und unterwandert sie gleichzeitig anhand ihrer eigenen Verwertungsstrategien. Neben zahlreichen Vorträgen, Workshops und Performances wurden seine Arbeiten international u.a. im MoMA Museum of Modern Art, Palais de Tokyo, Hamburger Bahnhof, Seoul Museum of Art, der Thailand Biennale, der Venedig Biennale und bei den Skulptur Projekten Münster ausgestellt.

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