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DORTMUNDER U

Zentrum für Kunst und Kreativität
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EFIE: The Museum as Home. Kunst aus Ghana  10. Dezember 2021 bis 6. März 2022

EFIE: The Museum as Home. Kunst aus Ghana 10. Dezember 2021 bis 6. März 2022

„EFIE: The Museum as Home“: Weltweit renommierte Kuratorin zeigt Kunst aus Ghana im Dortmunder U

„EFIE: The Museum as Home“ zeigt historische und zeitgenössische Kunst aus Ghana: Zu sehen sind Videoarbeiten sowie multimediale Installationen von Afroscope, Diego Araúja, Rita Mawuena Benissan, Kwasi Darko, Kuukua Eshun, Na Chainkua Reindorf und Studio Nyali. Diese Arbeiten zeitgenössischer Künstler*innen werden in Verbindung gebracht mit historischen Artefakten, Leihgaben aus deutschen Museen. Die Ausstellung erweitert das traditionelle Verständnis von „Museum“, hinterfragt althergebrachte Präsentationsformen und bietet neue Perspektiven – auf die Kunst, aber auch auf die Realität, der sie entstammen. Konzipiert wurde die Ausstellung von der Kunsthistorikerin, Autorin und Filmemacherin Nana Oforiatta Ayim.

„EFIE“ bedeutet in den Akan-Sprachen „Zuhause“ oder „Heim“. Die Ausstellung stellt die Frage, wie ein Museum zu einem passenden Zuhause für die gezeigten Kunstwerke werden kann. Die so genannten enzyklopädischen Museen europäischer Tradition basieren u.a. auf der Behauptung, dass die Kulturgüter dort objektiv und wertneutral präsentiert würden. Tatsächlich konservieren sie eine subjektive, meist nationale, in jedem Fall rein europäische Perspektive auf die Welt – aber mit universellem Anspruch.

Für das Dortmunder U entwickelte der Architekt DK Osseo Asare eine modulare Bambusstruktur in der Ausstellungsfläche, die „Fufuzela“. Sie beherbergt die Kunstwerke und verbindet sie miteinander. „Wer das Museum und die darin beherbergten Werke als Teil von sich selbst begreift, nicht als Raum mit eigenen Codes und Zwecken, ermöglicht  ganz andere Gefühle“, sagt die Kuratorin Nana Oforiatta Ayim.

Die Arbeiten von Afroscope, Kwasi Darko and Diego Araúja untersuchen die Möglichkeiten von Museen abseits tradierter Vorstellungen und Standards. Kuukua Eshun, Na Chainkua Reindorf und Rita Mawuena Benissan gehen einer ähnlichen Frage nach: Was wäre, wenn wir uns das Museum nicht als unpersönlichen Raum vorstellten, sondern als Verkörperung unserer pluralistischen Identitäten, die sich aus all den kulturellen Prägungen der Vergangenheit und Gegenwart zusammensetzen? Studio Nyali schließlich präsentiert eine Idee von Museen als eine Heimstatt, als einen Schutzraum, der Objekte auch vor kolonialer Zerstörung bewahren würde.

Neben den Werken der sieben zeitgenössischen Künstler*innen zeigt die Ausstellung historische Artefakte, die aus dem Gebiet des heutigen Ghana stammen und sich in den Sammlungen des MARKK in Hamburg, des Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln und des Übersee-Museums in Bremen befinden. Die Ausstellung im Dortmunder U macht darauf aufmerksam, dass diese Objekte zumeist ihrem ursprünglichen Kontext entrissen worden sind und in musealen Sammlungen der westlichen Welt vereinsamen. 

Nana Oforiatta Ayim ist Kuratorin des gefeierten ghanaischen Pavillons auf der Biennale in Venedig 2019 sowie Gründerin und Direktorin des ANO Institute of Arts & Knowledge. Das ANO arbeitet daran, pan-afrikanische Perspektiven durch Ausstellungen, Stipendien, den Aufbau von Institutionen sowie durch die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften und Regierungen aus aller Welt zu etablieren. Sie ist Vorstandsmitglied der Vereinigung der Museen und Kulturerbe-Stätten Ghanas. Ayim ist in Deutschland geboren und lebt heute in Ghana.

Kontakt: Katrin Pinetzki 

 

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